3D-Drucker Absaugung
Das gilt es zu beachten
3D-Druck ohne Absaugung? Dann setzen Sie sich unsichtbaren Gefahren aus. Während der 3D-Druck faszinierende Möglichkeiten eröffnet, entstehen beim Schmelzen von Kunststoff-Filamenten, dem Aushärten von Harzen oder dem Verarbeiten von Metallpulvern gesundheitsschädliche Emissionen. Ohne eine wirksame Absaugung verteilen sich ultrafeine Partikel, chemische Dämpfe und potenziell explosive Stäube unbemerkt in der Raumluft und stellen ein ernstzunehmendes Risiko dar.
Warum ist die Absaugung beim 3D-Druck unverzichtbar?
Die Gefahren beim 3D-Druck sind vielfältig und hängen stark vom verwendeten Verfahren und Material ab. Beim weit verbreiteten FDM/FFF-Verfahren (Schmelzschichtung) werden Kunststoffe erhitzt. Dabei werden nicht nur unangenehme Gerüche, sondern auch flüchtige organische Verbindungen und eine hohe Konzentration an ultrafeinen Partikeln freigesetzt. Diese Partikel sind so klein, dass sie tief in die Lunge eindringen und von dort in den Blutkreislauf gelangen können. Die Folgen reichen von Kopfschmerzen und Reizungen der Atemwege bis hin zu einem erhöhten Risiko für chronische Erkrankungen.
Bei pulverbasierten Verfahren wie SLS (Selektives Lasersintern) oder SLM (Selektives Laserschmelzen) wird mit feinen Kunststoff- oder Metallpulvern gearbeitet. Insbesondere Metallpulver aus Aluminium oder Titan sind hochentzündlich und können in der Luft eine explosive Atmosphäre bilden. Zudem sind viele dieser Metallstäube toxisch. Bei harzbasierten Verfahren und der anschließenden Nachbearbeitung mit Lösungsmitteln wie Isopropanol entstehen chemische Dämpfe, die ebenfalls gesundheitsschädlich sind.
Warum die Einhausung mit Absaugung die optimale Lösung ist
Am wirkungsvollsten lassen sich die Emissionen direkt an der Quelle erfassen. Für die meisten 3D-Drucker bedeutet das, sie in einem geschlossenen Gehäuse (Einhausung) zu betreiben und die darin befindliche Luft gezielt abzusaugen. Diese Methode verhindert, dass sich Partikel und Dämpfe überhaupt im Raum ausbreiten können. Eine allgemeine Raumlüftung oder ein geöffnetes Fenster reichen bei weitem nicht aus, um die hohe Konzentration an Schadstoffen im direkten Umfeld des Druckers wirksam zu reduzieren.
Wie funktioniert eine Absauganlage für 3D-Drucker?
Eine Absauganlage für 3D-Drucker saugt die schadstoffbelastete Luft aus dem Druckergehäuse an und leitet sie durch ein mehrstufiges Filtersystem. Entscheidend ist hierbei die richtige Filterkombination:
- HEPA-Filter: Ein hocheffizienter Partikelfilter, der selbst die ultrafeinen Partikel zuverlässig aus der Luft abscheidet.
- Aktivkohlefilter: Diese Stufe ist unerlässlich, um die gasförmigen Schadstoffe, also VOCs und unangenehme Gerüche, durch Adsorption zu binden und zu neutralisieren.
Die so gereinigte Luft kann anschließend gefahrlos wieder in den Arbeitsraum zurückgeführt werden.
Welche Absauglösungen gibt es?
Je nach Anwendungsfall, Druckermodell und Material kommen unterschiedliche Systeme infrage:
- Mobile Absauggeräte: Kompakte Geräte, die flexibel an die Einhausung eines oder mehrerer 3D-Drucker angeschlossen werden können. Sie sind die ideale Lösung für Büros, Werkstätten und den Heimbereich.
- Absaugarme: Flexible Arme eignen sich, um Dämpfe bei der Nachbearbeitung, zum Beispiel beim Reinigen von Druckteilen mit Lösungsmitteln, direkt am Arbeitsplatz zu erfassen.
- Zertifizierte Industriesauger: Für die Reinigung von pulverbasierten 3D-Druckern und das sichere Handling von reaktiven oder explosiven Metallpulvern sind spezielle Sauger mit ATEX-Zulassung unerlässlich.
Gesetzliche Vorgaben
und Arbeitsschutz
Im gewerblichen und industriellen Umfeld unterliegt der Betrieb von 3D-Druckern der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV). Bei der Verarbeitung brennbarer Metallstäube müssen zudem die Vorschriften zum Explosionsschutz (ATEX) beachtet werden. Mehr dazu erfahren Sie über die offiziellen Stellen, die wir hier verlinkt haben.
Vorteile
einer effektiven 3D-Drucker-Absaugung
Der wichtigste Vorteil ist der Schutz der Atemwege und der allgemeinen Gesundheit vor schädlichen Partikeln und chemischen Dämpfen.
Eine geruchs- und schadstoffarme Umgebung fördert die Konzentration und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz.
Eine geschlossene und temperaturstabile Umgebung durch eine Einhausung kann das Verziehen (Warping) von temperaturempfindlichen Materialien reduzieren.
Im gewerblichen Bereich stellt eine professionelle Absaugung die Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften sicher.
Der Einsatz von Absaugtechnik zeigt Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mitarbeitenden und Kunden.
Auswahl
der richtigen Absauganlage
Für die Auswahl der passenden Lösung sollten folgende Punkte beachtet werden:
Drucken Sie mit Filament (FDM), Harz (SLA) oder Metallpulver (SLM)? Die Art des Materials bestimmt die Art der Emissionen und damit die Anforderungen an die Filtertechnik.
Das Volumen der Einhausung und die Anzahl der Drucker bestimmen die benötigte Luftleistung der Absauganlage.
Findet der Druck im Heimbüro, in einer Werkstatt oder in einer industriellen Produktionsumgebung statt?
Eine Kombination aus HEPA- und Aktivkohlefilter ist für FDM- und SLA-Drucker fast immer notwendig. Für explosive Stäube ist eine ATEX-konforme Auslegung wichtig
FlensTech
Ihr Partner für saubere Luft beim 3D-Druck
Wo gedruckt wird, entstehen Emissionen - und wo diese entstehen, liefert FlensTech die passende Absauglösung. Wir sorgen für reine Luft an Ihrem Arbeitsplatz. Unsere Systeme kombinieren eine effektive Erfassung mit modernster Filtertechnik, damit Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können: präzise und sichere Druckergebnisse.