Kunststoffdämpfe absaugen
Das gilt es zu beachten
Kunststoffverarbeitung ohne Absaugung? Dann setzen Sie Ihre Mitarbeitenden täglich gefährlichen Dämpfen, Gasen und Feinstäuben aus. Ob beim Spritzgießen, Extrudieren, Schweißen, Schneiden oder Kleben von Kunststoffen - bei nahezu jedem thermischen Verarbeitungsprozess entstehen gesundheitsgefährdende Emissionen, die tief in die Atemwege gelangen können. Diese Schadstoffe sind nicht nur gesundheitsschädlich, sondern können auch Konzentration und Produktivität am Arbeitsplatz spürbar beeinträchtigen.
Warum sind Kunststoffdämpfe
so gefährlich?
Bei der thermischen Verarbeitung von Kunststoffen werden flüchtige organische Verbindungen (VOC), Aldehyde, Isocyanate und andere Zersetzungsprodukte freigesetzt. Je nach Kunststoffart und Verarbeitungstemperatur variiert die Zusammensetzung der Schadstoffe erheblich:
- Polyoxymethylen (POM) setzt beim Spritzgießen krebserzeugendes Formaldehyd frei.
- Polyurethan (PUR) gibt beim Erhitzen Isocyanate ab, die schweres Berufsasthma auslösen können.
- PVC kann beim Schweißen oder Schneiden Salzsäure-Dämpfe (HCl) freisetzen.
- Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) erzeugen bei der Extrusion reizende Wachsdämpfe und Aerosole.
Das Problem: Viele dieser Dämpfe sind geruchsarm oder unsichtbar und werden deshalb unterschätzt. Bereits in geringen Konzentrationen können sie die Schleimhäute reizen, Kopfschmerzen verursachen und bei längerer Exposition das Risiko für chronische Atemwegserkrankungen, Allergien oder berufsbedingte Krebserkrankungen erhöhen. Zusätzlich lagern sich Dämpfe und Kondensate auf Maschinen, Werkstücken und Elektronik ab, was die Produktqualität und die Lebensdauer der Anlagen beeinträchtigt.
Warum die Punktabsaugung die ideale Lösung ist
Am wirkungsvollsten lassen sich Kunststoffdämpfe direkt an der Entstehungsstelle erfassen - durch sogenannte Punktabsaugung. Dabei werden flexible Düsen, Absaugarme oder Hauben gezielt nahe der Emissionsquelle positioniert, sodass die Dämpfe unmittelbar abgesaugt werden, bevor sie sich im Raum verteilen. Nur so lässt sich die unmittelbare Belastung wirksam senken und gleichzeitig die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte sicherstellen. Eine zentrale Raumlüftung oder Hallenabsaugung kann nur ergänzend wirken.
Wie funktioniert eine Absauganlage? Die kontaminierte Luft wird möglichst nah an der Quelle erfasst und über Absaugarme, Düsen oder Hauben angesaugt. Anschließend durchläuft sie ein mehrstufiges Filtersystem: Grobpartikel werden im Vorfilter abgeschieden, Feinstaub im Hauptfilter - etwa einem HEPA- oder ePTFE-Filter. Gasförmige Schadstoffe wie Formaldehyd, Isocyanate oder VOC werden durch Aktivkohlefilter gebunden. Die gereinigte Luft kann je nach Anlagenkonzept ins Freie abgeführt oder, sofern die gesetzlichen Vorgaben erfüllt sind, in den Raum zurückgeführt werden.
Welche
Absauglösungen gibt es?
Je nach Verarbeitungsverfahren, Arbeitsplatzgröße und Mobilitätsbedarf stehen verschiedene Absaugsysteme zur Verfügung:
Absaugarme mit individuell einstellbaren Hauben oder Düsen erfassen Kunststoffdämpfe direkt am Entstehungspunkt - etwa an der Auswurfseite von Spritzgussmaschinen, an Extruderdüsen oder beim Kunststoffschweißen. Diese Systeme lassen sich fest montieren oder mobil einsetzen.
Besonders bei manuellen Arbeiten wie Kleben, Laminieren oder Nachbearbeiten von Kunststoffteilen kommen Absaugtische mit perforierter Oberfläche und integrierter Absaugung zum Einsatz. Sie sorgen für eine flächenhafte Erfassung der Dämpfe und lassen sich ergonomisch in bestehende Arbeitsplätze integrieren.
In größeren Produktionsbetrieben oder bei kontinuierlichen Verarbeitungsprozessen wie der Extrusion oder Folienherstellung empfiehlt sich der Einsatz zentraler Absauganlagen. Diese versorgen über Rohrleitungsnetze mehrere Maschinen und Arbeitsplätze gleichzeitig und führen die belastete Luft einer zentralen Filtereinheit zu.
Für wechselnde Einsatzorte oder kleinere Betriebe bieten mobile Absauger mit Rollen, Schläuchen und integriertem Filtersystem eine flexible und zugleich effektive Lösung.
Auswahl der
richtigen Absauganlage
Nicht jede Absauganlage eignet sich für jeden Einsatzbereich. Diese Faktoren sollten bei der Auswahl berücksichtigt werden:
Entsteht bei Ihnen Dampfbelastung durch Spritzguss, Extrusion, Schweißen, Kleben oder Schneiden? Je nach Verfahren und eingesetztem Kunststoff (POM, PUR, PVC, PE, PP u. a.) entstehen unterschiedliche Schadstoffe, die spezifische Filterklassen und Schutzmaßnahmen erfordern.
In Werkstätten mit einzelnen Maschinen reichen oft kompakte Einzelabsauger. Für Produktionshallen mit mehreren Maschinen und Arbeitsplätzen sind zentrale Systeme sinnvoller. Wichtig: Die Absaugleistung muss zur Schadstoffmenge passen.
Mobile Absauganlagen bieten maximale Flexibilität bei wechselnden Arbeitsorten oder Nachrüstungen. Fest installierte Systeme sind dagegen wartungsärmer und wirtschaftlicher im Dauerbetrieb.
Für Partikel und Aerosole sind HEPA- oder ePTFE-Filter ideal. Für gasförmige Schadstoffe wie Formaldehyd, Isocyanate oder andere VOC sollte ein Aktivkohlemodul integriert werden.
FlensTech Produkt-Highlights:
FlensTech
Ihr Partner für saubere Luft bei der Kunststoffverarbeitung
Ob Spritzguss, Extrusion, Kunststoffschweißen oder Klebearbeiten - wo Kunststoffdämpfe entstehen, liefert FlensTech die passende Lösung. Unsere Absaugsysteme sind darauf ausgelegt, schädliche Dämpfe, Gase und Partikel direkt an der Quelle zu erfassen und durch modernste Filtertechnik zuverlässig aus der Luft zu entfernen. Wir bieten direkt einsatzbereite Systeme, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und gleichzeitig die Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden schützen.