Schweißrauch Gefahren
unterschätzte Risiken & wie Sie richtig handeln

Schweißrauch ist oft unsichtbar, aber hochgefährlich. Die entstehenden Partikel und Gase können die Gesundheit ernsthaft schädigen, die Arbeitssicherheit beeinträchtigen und sogar Maschinen und Werkstücke belasten. Daher ist es entscheidend, die Risiken zu kennen und wirksame Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Was ist Schweißrauch und warum ist er gefährlich?

Beim Schweißen entstehen durch hohe Temperaturen winzige Partikel und Gase - der sogenannte Schweißrauch. Dieses Gemisch aus Metalloxiden, Feinstaub und Schadstoffen ist oft unsichtbar, aber alles andere als harmlos. Die Partikel sind so klein, dass sie tief in die Lunge eindringen, dort Reizungen, chronische Bronchitis oder sogar Krankheiten wie Asthma und Krebs verursachen können. Besonders kritisch sind Stäube von Chrom, Nickel, Mangan oder Cadmium, die bei der Bearbeitung bestimmter Metalle entstehen.

Aber nicht nur die Schweißer selbst sind betroffen: Auch Personen im Umfeld atmen die belastete Luft ein. So kann die Gefahr schnell das ganze Team betreffen. Neben gesundheitlichen Risiken beeinträchtigt Schweißrauch auch die Qualität der Werkstücke, die Funktion von Maschinen und die Konzentration am Arbeitsplatz.

Risiken und Gefahren von
Schweißrauch

Schweißrauch besteht aus ultrafeinen Partikeln, die mühelos bis in die tiefsten Bereiche der Lunge vordringen können. Dort bleiben sie oft unbemerkt zurück und können die Atemwege über lange Zeit hinweg schädigen. Besonders problematisch sind die toxischen und krebserzeugenden Stoffe wie Chrom, Nickel oder Mangan, die im Schweißrauch enthalten sein können. Schon kleinste Mengen dieser Substanzen erhöhen das Risiko für schwere Erkrankungen wie Krebs oder chronische Vergiftungen erheblich. Hinzu kommen Gase wie Ozon, Stickoxide und Kohlenmonoxid, die beim Schweißen entstehen. Sie reizen die Atemwege und können unmittelbar zu Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Atemnot führen.

Ablagerungen von Schweißrauch auf Maschinen und Werkstücken sind mehr als nur ein optisches Problem - sie führen häufig zu Störungen im Betriebsablauf und machen zeitaufwändige Nacharbeiten erforderlich. Die feinen Staubpartikel können sich auf sensiblen Bauteilen absetzen, wo sie Funktionsstörungen verursachen oder den Verschleiß deutlich beschleunigen. Auch elektronische Komponenten leiden unter den Rückständen des Schweißrauchs: Hier drohen Ausfälle, Kurzschlüsse und im schlimmsten Fall teure Reparaturen. Zusätzlich beeinträchtigt der Rauch die Sicht am Arbeitsplatz. Eine schlechte Sicht erhöht nicht nur das Unfallrisiko, sondern erschwert auch präzises und konzentriertes Arbeiten.

Die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS 528) und die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) regeln, wie mit Schweißrauch umgegangen werden muss. Die Einhaltung der Arbeitsplatzgrenzwerte (TRGS 900) ist außerdem sehr wichtig. Mehr dazu erfahren Sie über die offiziellen Stellen, die wir hier verlinkt haben.

Ursachen und Entstehung
von Schweißrauch

Die Ursachen und die Entstehung von Schweißrauch hängen von mehreren Faktoren ab. Entscheidend ist zunächst das verwendete Schweißverfahren: Beim MAG-Schweißen (Metall-Aktivgas) entstehen besonders viele Rauchpartikel und Schadstoffe, während beim WIG-Schweißen (Wolfram-Inertgas) eher Ozon und feine Gase freigesetzt werden. Auch die Materialien spielen eine große Rolle, vor allem beim Schweißen von Edelstählen oder legierten Metallen werden besonders gefährliche Stoffe wie Chrom(VI)-Verbindungen, Nickel oder Mangan freigesetzt, die als gesundheitsschädlich oder sogar krebserregend gelten. Nicht zu unterschätzen sind die Arbeitsbedingungen: Fehlt eine gezielte Absaugung oder ist die Belüftung im Arbeitsbereich schlecht, steigt die Belastung durch Schweißrauch erheblich. Hinzu kommt, dass die Gefahr mit der Dauer und Häufigkeit der Schweißarbeiten wächst. Wer regelmäßig und über längere Zeit schweißt, setzt sich und andere einem deutlich höheren Risiko aus - sowohl für akute Beschwerden als auch für langfristige Gesundheitsschäden.

So schützen Sie sich und Ihr Team vor Schweißrauch

Um sich und Ihr Team wirksam vor den Gefahren des Schweißrauchs zu schützen, ist eine sorgfältige Gefährdungsanalyse der erste Schritt. Dazu gehört, alle Schweißarbeitsplätze im Betrieb genau zu identifizieren und die dort entstehenden Emissionen zu erfassen. Gleichzeitig sollten offene Zündquellen konsequent vermieden und die Arbeitsbereiche regelmäßig gereinigt werden, um Ablagerungen von Schadstoffen zu verhindern. Besonders wichtig ist es außerdem, alle Mitarbeitenden umfassend im Umgang mit Gefahrstoffen und zu den richtigen Schutzmaßnahmen zu schulen. Denn nur wer die Risiken kennt, kann sich auch wirklich schützen.

Gesetzeskonforme Absaugtechnik: Rauch direkt an der Quelle erfassen

Die wirkungsvollste Maßnahme für den Gesundheitsschutz ist der Einsatz einer gesetzeskonformen Absaugtechnik. Am effektivsten ist es, den Schweißrauch direkt dort zu erfassen, wo er entsteht. Flexible Absaugarme, Absaughauben oder spezielle Absaugtische sorgen dafür, dass sich Rauch und Schadstoffe gar nicht erst in der Raumluft verteilen können. Die abgesaugte Luft wird anschließend durch mehrstufige Filtertechnik gereinigt. Grobe Partikel werden von Vorabscheidern entfernt, feinste Stäube von HEPA- oder ePTFE-Filtern zurückgehalten und gasförmige Schadstoffe durch Aktivkohlefilter gebunden. 

Je nach Bedarf gibt es mobile Geräte für flexible Einsätze oder zentrale Anlagen, die große Produktionshallen versorgen. Wichtig ist dabei die regelmäßige Wartung, denn nur so bleiben die Filter leistungsfähig und die Anlage zuverlässig. Eine allgemeine Hallenlüftung kann zwar unterstützend wirken, ist aber kein Ersatz für eine gezielte punktuelle Absaugung.

Welche Absauganlage ist die richtige für mein Anliegen?

Welche Absauganlage die richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: dem eingesetzten Schweißverfahren, den verwendeten Materialien, der Größe und Struktur des Arbeitsplatzes sowie dem Mobilitätsbedarf - also ob eine stationäre oder mobile Lösung gefragt ist. Auch die Filtertechnik und die jeweiligen gesetzlichen Vorgaben spielen bei der Auswahl eine entscheidende Rolle. Wer all diese Punkte beachtet, sorgt für wirksamen Schutz, saubere Luft und ein sicheres Arbeitsumfeld für das gesamte Team.

Vorteile
einer effektiven Schweißrauchabsaugung zusammengefasst

Maximaler Gesundheitsschutz

Schutz vor akuten und chronischen Erkrankungen, Allergien und Krebsrisiko

Produktivität

Weniger krankheitsbedingte Ausfälle, weniger Reinigungsaufwand, höhere Konzentration am Arbeitsplatz

Qualitätssicherung

Saubere Werkstücke, stabile Prozesse, weniger Ausschuss

Gesetzeskonformität

Einhaltung aller relevanten Vorschriften und Grenzwerte

Image und Verantwortung

Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mitarbeitenden, Kunden und Partnern

FlensTech
Ihr Partner für saubere Luft beim Schweißen

Wenn es um zuverlässigen Schutz vor Schweißrauch und anderen Emissionen geht, bietet FlensTech die Lösung. Unser Schwerpunkt liegt auf der punktgenauen Absaugung direkt an der Emissionsquelle, kombiniert mit leistungsstarker Filtertechnik, die selbst feinste Partikel, Gase und Dämpfe zuverlässig aus der Luft entfernt.

Ganz gleich, ob Sie Schweißrauch, Lötrauch, Staub oder Lösungsmitteldämpfe absaugen möchten - wir haben das passende System für Ihre Anforderungen im Programm. Dabei beraten wir Sie individuell, planen und installieren maßgeschneiderte und betriebsfertige Lösungen, damit Sie sich voll und ganz auf das Wesentliche konzentrieren können: Ihre Produktion, Ihre Mitarbeitenden und Ihre Sicherheit.

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